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SEKT-GE-SCHICHTEN durch Raum und Zeit - ein genussreicher Abend mit Professor Dr. Leo Gros

Aktualisiert: 18. Dez. 2023

© Heibel/DigiAtel


Neues Format "GeisenheimXchange" begeistert die Teilnehmer:innen im ausverkauften Hörsaal 3 / Limburger Kreis von Michael Jung, ehem. MdB zu Gast.

Der Geisenheimer Alumniverband VEG - Geisenheim Alumni Association e.V. und der Bereich Hochschulbeziehungen der Hochschule Geisenheim haben über die neue Ausgründung "GmAssist UG - Innovation is future" ein neues und unterhaltsames Austauschformat "Geisenheim(X)change" aufgelegt. Die erste Veranstaltung wurde zu einem genussvollen Erlebnis der besonderen Art und nebenbei zum "Sprungbrett" für ein Rheingauer Start-Up.



Einige Pressestimmen: 

Wiesbaden Kurier, Thorsten Stötzer, 06.11.2023



Wissenswertes zum Sekt im Müller-Thurgau-Haus

"GEISENHEIM. Der Druck in einer Sektflasche entspricht dem, was ein Taucher in 40 Metern Tiefe aushalten muss. Und in einem Gläschen des Getränks bilden sich elf Millionen Bläschen, das ist „mehr als New York Einwohner hat“, erklärt Leo Gros an geeignetem Ort, nämlich dem Müller-Thurgau-Haus der Hochschule Geisenheim. Dort hält der Chemie-Professor im Ruhestand einen Vortrag über Sekt, der Text ist bereits im „Journal Culinaire – Kultur und Wissenschaft des Essens“ erschienen.Eingeladen haben der Geisenheimer Alumni-Verband und der Limburger Kreis um den früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Jung. Der Politiker vertrat die Region von 1987 bis 1998 in Bonn und Berlin und firmierte dort zur besseren Unterscheidbarkeit als „Jung-Limburg“, woher sich der Name des informellen Kreises ableitet, der gute Verbindungen nach Geisenheim pflegt. Die führen zu erneutem Austausch und einem „prickelnden und schönen Abend“, so Alumni-Präsident Robert Lönarz.

Begleitet wird Gros‘ kenntnisreicher Vortrag von sieben Sektproben. Die Erzeuger haben übrigens fast alle in Geisenheim studiert und repräsentieren heute die Rheingauer Wein- und Sektgüter Bardong, Barth, Bibo-Runge, Keßler, Schloss Vaux, Ohlig und die Hochschule selbst. Teils sind die Inhaber vor Ort und sagen etwas zu ihren Sekten. Bei den Rebsorten reicht das Spektrum übrigens über Riesling und Spätburgunder hinaus dank Produkten auf der Basis von Chardonnay und Schwarzriesling. Dass der Abend rund um den Sekt zustande kommt, hat mit der 100-Jahr-Feier der Sektkellerei Ohlig 2019 und dem 150-jährigen Bestehen der Hochschule zu tun, das 2022 gefeiert wurde. Markus Jost vom Rüdesheimer Unternehmen Ohlig gilt als „Geburtshelfer der Veranstaltung“, bei der Leo Gros sein Referat mit einer Anekdote über den „Alten Fritz“ einleitet. Der Preußenkönig wollte das Geheimnis der Bläschen im Champagner erforschen lassen. Als die Wissenschaftler 40 Flaschen verlangten, war ihm das jedoch zu teuer.Vom Römer Plinius zum Apotheker FunckeGros lässt sich nicht schrecken. „Erfolgreich präsentieren ohne Powerpoint“, lautet sein Motto, er setzt auf Wissen und Wortwitz. Statt digitaler Animationen sind Handtuch und Ziegenhautsack seine Hilfsmittel, um das Thema noch anschaulicher zu machen. Von der Physik mit rasant wachsenden Bläschen und die Durchblutung förderndem Kohlendioxid kommt er zur Geschichte. Es hilft ein Blick in die Bibel: Wein in Schläuchen erwähnen sowohl das Matthäus- als auch das Lukas- und Markus-Evangelium. (...)" 

 

Rheingau Echo, Jahrgang 54. / Ausgabe 45, Seite 24/25, Sabine Fladunghttps://www.rheingau-echo.de/

Mit Sekt-Ge-Schichten durch Raum und ZeitGenussreicher Vortrag von Prof. Dr. Leo Gros mit hochwertigen Rheingauer Sekten in der Hochschule

"Geisenheim. (fla) – Schon Felix Krull, Thomas Manns berühmter Hochstapler, liebte ihn, den Rheingauer Sekt: „Der Rheingau hat mich hervorgebracht, jener begünstigte Landstrich, welcher wohl zu den lieblichsten der bewohnten Erde gehört“, schwärmt der literarische Sohn eines Eltviller Sektfabrikanten und profitiert vom reichen Kundenstamm des elterlichen Sekthauses. Und die Tradition der Sektherstellung im Rheingau hat nicht nur Eingang in die Literatur gefunden, sie ist seit Jahrhunderten weltweit geschätzt. Kein Wunder also, dass im Rheingau nicht nur jeder gute Winzer einen selbst produzierten Sekt anbietet, der sich in Qualität und Geschmack hinter dem französischen Champagner keineswegs verstecken muss. Es gibt auch gleich ein Dutzend namhafter Sekthäuser, die den köstlich prickelnden Rebensaft in verschiedenen Variationen vom berühmten Rieslingsekt überWeißburgunderund Weißherbstspezialitäten bis hin zum durchaus brut ausgebauten raren Spätburgunder Sekt oder sogar Grünen Veltliner anbieten. Wie aber kam es zu dem prickelnden Getränk, wer hat die zweite Gärung „erfunden“ oder wurde sie durch Zufall „gefunden“? Und wo kommt der im Deutschen benutzte Begriff „Sekt“ für das prickelnde Getränk her? Wie kommt das Prickeln in den Sekt? – das alles erfuhren die rund 80 Zuhörer des Vortrags „Sekt- Ge-schichten – eine Entdeckungsreise durch Raum und Zeit“ im Hörsaal 3 der Hochschule Geisenheim am vergangenen Freitagabend: Prof. Dr. Leo Gros lud hier zu einem genussreichen Vortrag mit sieben hochwertigen Sekten renommierter Geisenheimer Absolventen ein. (...) Exkurs in vier Schichten Das bewies er auch am Freitag bei dem unterhaltsam-lehrreichen Sekt- Vortrag, bewusst ohne Power-Point- Präsentation, mit dem er das passende „Kopfkino“ bei den Zuhörern erzeugen wollte und dies auch tat. In vier „Schichten“ hatte er seinen Exkurs aufgeteilt und schon bei der ersten „physikalischen“ staunten die Zuhörer nicht schlecht, als sie erfuhren, dass in einer 0,75 Liter Sektflasche ein Druck herrscht wie in einerWassertiefe von 40 Metern und 11 Millionen Bläschen in so einer Flasche sind. Man erfuhr, dass Sekt schneller ins Blut geht alsWein und frischgebackene Zwillingsväter gereifte Sekte trinken dürfen. Zur Historie des Sekts ging es bis zum Buch Hiob zurück, wo allerdings nicht von Sekt, wie irrtümlich angenommen, sondern von Leukos die Rede sei. Auch das Dom Perignon im Kloster von Hautvillers in der Champagne die zweite Gärung erfunden habe, sei „völliger Blödsinn“, wie auch Historiker aufgedeckt hätten. Die „Erfindung“ des Sektes sei ein Zusammenspiel aus Zufall und Forschung von Mönchen, Handwerkern und Wissenschaftlern, hielt Leo Gros versöhnlich fest. (...)


Robert Lönarz, der Präsident des Geisenheimer Alumniverbands VEG – Geisenheim Alumni Association e.V. stellte den Sekt des Weingutes der Hochschule vor und dankte Prof. Dr. Leo Gros für den gelungenen Vortrag


(...) Spitzensekte aus dem Rheingau Genussreich unterstützt wurde der Referent dabei von Geisenheimer Alumni: Norbert und Renate Bardong von der Sektkellerei Bardong, Joachim Renk von Schloss Vaux, Markus Bonsels vom Weingut Bibo-Runge, Dennis Serbes vom Wein- und Sektgut Barth, das Weingut der Hochschule Geisenheim und Klaus Peter Keßler vom Weingut Keßler hatten wundervolle Rheingauer Sekte mitgebracht, die es ins Glas gab. Den Anfang machte ein 2021 Rheingau Riesling Méthode Rurale trocken aus der Rüdesheimer Sektkellerei Ohlig, den Markus Jost vorstellte. Es folgte ein 2018er Bardong Chardonnay brut, präsentiert von Norbert Bardong. Das Weingut Bibo-Runge schenkte einen 2019er Crémant Rheingau Pinot Noir Hallgartener Schönhell Zero Dosage ins Glas und vom Wein- und Sektgut Barth gab es einen 2015er Ultra Pinot brut nature. Das Weingut Keßler hatte einen 2022er Rheingauer Schwarzriesling Rosé extra trocken mitgebracht und die Sektmanufaktur Schloss Vaux offerierte einen 2018er Geisenheimer Rothenberg Riesling brut. Schließlich gab es noch den 2018er Jubiläumssekt Chardonnay und Spätburgunder brut vom Weingut der Hochschule Geisenheim vom treusorgenden Team der VEG ins Glas. (...)




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