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Historischer 1947er Riesling für die Geisenheimer Schatzkammer

Ein Wein aus einer anderen Zeit hat im Geisenheimer Unikeller ein neues Zuhause gefunden. Eine 1947er Johannisberger Spätlese – entstanden nur wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg – wurde kürzlich der Schatzkammer des Geisenheimer Unikellers übergeben. Damit kehrt ein Stück Rheingauer Weingeschichte an einen Ort zurück, der seit über 150 Jahren für Forschung, Ausbildung und die Weiterentwicklung des Weinbaus steht.


Überreicht wurde die historische Flasche von Michael A. Else, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Historischen Weinbaus im Rheingau e.V., an den Weinbauwissenschaftler Prof. Dr. Otmar Löhnertz sowie den Chemiker und langjährigen Professor der Hochschule Fresenius Prof. Dr. Leo Gros. Der Wein trägt den Hinweis „Original-Abfüllung der Mumm’schen Kellerei“ und steht exemplarisch für die große Tradition des Rheingauer Rieslings im internationalen Weinhandel. Der Jahrgang 1947 gilt in vielen europäischen Weinregionen als außergewöhnlicher Nachkriegsjahrgang und ist bis heute für seine hohe Reife, Konzentration und Langlebigkeit bekannt.


Künftig wird die Flasche Teil der Geisenheimer Schatzkammer im Unikeller sein. „Die Schatzkammer ist als eine Art Weinbibliothek angelegt“, erklärt Unikeller-Chef Robert Lönarz. „Die Flaschen werden dokumentiert, gepflegt und bei besonderen Anlässen geöffnet, um Geschichte, Sensorik und Entwicklung großer Weine über Jahrzehnte hinweg nachvollziehen zu können.“


Gerade historische Weine wie eine Johannisberger Spätlese aus dem Jahr 1947 besitzen nicht nur kulturhistorische Bedeutung. Sie erlauben auch wissenschaftliche Einblicke in Stilistik, Lagerfähigkeit und die Entwicklung des Rieslings über Generationen hinweg – und verbinden damit eindrucksvoll Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Weinkultur im Rheingau.

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