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Käse & Wein

Aktualisiert: vor 2 Tagen


Ein Bericht von Tim Eberhard

Am 15.06.2026 fand um 19:00 Uhr im Keller bei HS 3 an der Hochschule Geisenheim die Veranstaltung „Käse & Wein“ statt. Organisiert wurde die Verkostung im Rahmen eines studentischen Sensorikformats in Zusammenarbeit mit dem AStA Geisenheim. Ziel der Veranstaltung war es, den Teilnehmenden auf praxisnahe und genussvolle Weise die sensorischen Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Weinen und verschiedenen Käsetypen näherzubringen.


An der Veranstaltung nahmen insgesamt 18 Personen teil, inklusive der Mitarbeitenden. Der Teilnahmebeitrag betrug 10 Euro pro Person. Die Veranstaltung wurde aus QSL-Mitteln der Hochschule Geisenheim finanziert. Der Teilnahmebeitrag diente daher nicht der Kostenerstattung, sondern sollte vor allem sicherstellen, dass sich nur tatsächlich interessierte und verbindlich teilnehmende Personen anmelden. Darin enthalten waren die Verkostung von fünf Weinen sowie fünf verschiedenen Käsesorten. Die Veranstaltung wurde bewusst in einem kleineren Rahmen durchgeführt, um eine konzentrierte Verkostungsatmosphäre zu schaffen und ausreichend Raum für Austausch, Diskussion und individuelle Eindrücke zu ermöglichen.


Verkostet wurden Frischkäse, Weißschimmelkäse, Schnittkäse, Hartkäse und Blauschimmelkäse. Jeder Käse wurde mit jedem der fünf Weine querverkostet. Dadurch konnten die Teilnehmenden direkt vergleichen, welche Kombinationen besonders gut harmonierten und welche weniger passend wirkten. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Frage, was schmeckt, sondern vor allem auch, warum bestimmte Kombinationen funktionieren und andere nicht.


Ein Teil der für die Verkostung ausgeschenkten Weine wurde freundlicherweise von Vinello sowie der LWG zur Verfügung gestellt. Ein besonderer Bestandteil der Verkostung war unter anderem der Aurum, ein Wein aus eingetrockneten Trauben von der LWG. Dieser bot den Teilnehmenden eine besondere sensorische Erfahrung, da er sich durch seine Herstellung von typischen deutschen Dessertweinen unterscheidet. Gerade in Kombination mit intensiveren Käsesorten, insbesondere mit Blauschimmelkäse, konnten spannende Wechselwirkungen zwischen Süße, Salz, Fett und Aromatik beobachtet werden.


Für die passende Ausstattung der Veranstaltung wurden hochwertige Gläser von Zwiesel Kristallglas und der Josephinenhütte zur Verfügung gestellt. Dadurch konnte die Verkostung nicht nur fachlich, sondern auch in einem professionellen Rahmen durchgeführt werden. Zusätzlich wurde Mineralwasser von Staatlich Fachingen bereitgestellt, das während der Verkostung zur Neutralisation und Erfrischung genutzt wurde. Brot und Wasser dienten den Teilnehmenden dazu, zwischen den einzelnen Proben den Gaumen zu neutralisieren und die Weine sowie Käse möglichst unbeeinflusst wahrzunehmen.


Zu Beginn der Veranstaltung erhielten die Teilnehmenden eine kurze Einführung in die sensorische Beurteilung von Wein und Käse. Dabei wurden grundlegende Begriffe wie Säure, Süße, Körper, Aromatik, Textur, Salzgehalt und Fettigkeit erläutert. Anschließend wurden die einzelnen Weine und Käsesorten systematisch verkostet.

Die Teilnehmenden konnten ihre Eindrücke auf einem Verkostungsblatt festhalten und bewerten, welche Kombinationen besonders harmonisch wirkten.


Im Verlauf des Abends zeigte sich, dass die Kombination von Käse und Wein stark von der Balance der einzelnen Komponenten abhängt. Frische und säurebetonte Weine passten besonders gut zu cremigen und milderen Käsesorten, da die Säure die Fettigkeit des Käses ausgleichen konnte. Aromatischere Weine harmonierten gut mit würzigeren Käsen, während sehr intensive oder salzige Käsesorten Weine mit ausreichend Körper, Süße oder aromatischer Dichte verlangten. Besonders deutlich wurde dies beim Blauschimmelkäse, der durch seine kräftige Würze und Salzigkeit nicht mit jedem Wein gleichermaßen harmonierte.


Nach jeder Verkostungsrunde wurden die Eindrücke gemeinsam in der Gruppe besprochen. Dabei entstand ein lebendiger Austausch darüber, welche Kombinationen als stimmig empfunden wurden und welche weniger gut funktionierten. Dadurch konnten die Teilnehmenden ihre eigene Wahrnehmung schärfen und gleichzeitig von den Eindrücken der anderen profitieren.


Gerade die unterschiedlichen Erfahrungsstände der Teilnehmenden machten die Diskussionen besonders interessant. Das Publikum bestand aus Hochschulmitarbeitern, Winzern sowie Studierenden unterschiedlicher Studiengänge. Dadurch reichten die Vorkenntnisse von sehr weinerfahrenen Personen bis hin zu Teilnehmenden mit wenig Verkostungserfahrung. Für alle Gruppen bot die Veranstaltung einen informativen und praxisnahen Zugang zum Thema Käse und Wein.


Besonders positiv war, dass die Verkostung nicht rein theoretisch blieb, sondern die Teilnehmenden durch das direkte Probieren selbst erleben konnten, wie stark sich Wein und Käse gegenseitig beeinflussen

Insgesamt war die Käse- und Weinverkostung ein sehr gelungener Abend. Die Veranstaltung zeigte deutlich, dass Käse und Wein ein sehr vielseitiges Thema darstellen und sich hervorragend eignen, um sensorisches Lernen anschaulich und praxisnah zu vermitteln. Durch die systematische Querprobe von fünf Käsesorten mit fünf Weinen wurde deutlich, wie unterschiedlich Kombinationen wirken können und wie wichtig Balance, Intensität und persönliche Wahrnehmung sind. Aufgrund der positiven Resonanz bietet sich das Format sehr gut für weitere sensorische Veranstaltungen an.



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